Der Science Cube wächst weiter

Der Neubau des Science Cube am Amplonius-Gymnasium in Rheinberg nimmt zunehmend Gestalt an. Mit der Fertigstellung des Rohbaus ist ein wesentlicher Meilenstein erreicht. Der viergeschossige Erweiterungsbau wird künftig moderne Räumlichkeiten für die naturwissenschaftlichen Fachbereiche Biologie, Chemie und Physik bieten und das bestehende Schulgebäude funktional ergänzen.
Klimafreundlicher Neubau mit reduziertem CO₂-Fußabdruck
Ein zentraler Bestandteil der Planung war die Entwicklung eines nachhaltigen und ressourcenschonenden Gebäudekonzepts. Bereits bei der Tragwerksplanung wurde besonderer Wert auf eine CO₂-reduzierte Bauweise gelegt, um die mit der Herstellung des Gebäudes verbundenen Treibhausgasemissionen möglichst gering zu halten.
Auch das energetische Konzept ist konsequent auf einen klimafreundlichen Gebäudebetrieb ausgerichtet. Die Wärmeversorgung erfolgt künftig über eine effiziente Erdwärmepumpe, die regenerative Energie aus dem Erdreich nutzt. Ergänzt wird das Energiekonzept durch eine Photovoltaikanlage zur regenerativen Stromerzeugung sowie eine Lüftungsanlage, die in den Sommermonaten auch zur Kühlung der Räume beiträgt.
Mit diesem nachhaltigen Gesamtkonzept erfüllt das Bauvorhaben die Voraussetzungen für eine Förderung im Rahmen des KfW-Programms „Klimafreundlicher Neubau“.
Eine besondere konstruktive Herausforderung: Die Verbindung von Neubau und Bestand
Eine der ingenieurtechnischen Besonderheiten des Projekts ist die Anbindung des Science Cube an das bestehende Schulgebäude.
Hierzu wird eine verglaste Stahlbrücke errichtet, die beide Baukörper miteinander verbindet und künftig einen direkten Übergang zwischen dem Bestandsgebäude und dem neuen naturwissenschaftlichen Trakt ermöglicht.
Die konstruktive Ausbildung dieser Verbindung stellt besondere Anforderungen an die Tragwerksplanung. Neben der sicheren Abtragung der auftretenden Lasten müssen insbesondere die unterschiedlichen Verformungen und Bewegungen der beiden eigenständigen Baukörper berücksichtigt werden.
Die Brückenkonstruktion verbindet damit nicht nur zwei Gebäudeteile, sondern stellt auch ein prägendes architektonisches und konstruktives Element des Erweiterungsbaus dar.
Moderne Lernräume für die Naturwissenschaften
Im Erdgeschoss und den beiden darüberliegenden Geschossen entstehen neue Fachunterrichtsräume für Physik, Biologie und Chemie. Großzügige Fach- und Vorbereitungsräume schaffen zeitgemäße Voraussetzungen für einen praxisorientierten naturwissenschaftlichen Unterricht.
Alle vier Ebenen werden über einen Aufzug barrierefrei erschlossen.
Der Baufortschritt
Mit dem Abschluss der Rohbauarbeiten ist die Tragstruktur des neuen Gebäudes inzwischen vollständig hergestellt. Aktuell konzentrieren sich die Arbeiten auf die Gebäudehülle. Der Einbau der Fenster und die Dämmarbeiten schreiten voran und lassen das spätere Erscheinungsbild des Science Cube zunehmend erkennen.
In den kommenden Bauphasen werden die weiteren Ausbauarbeiten sowie die Umsetzung der technischen Gebäudeausrüstung im Mittelpunkt stehen.
Unsere Leistungen
Als Funger Phlippen Beratende Ingenieure haben wir für den Science Cube die Tragwerksplanung und Bauphysik erarbeitet.
Im Mittelpunkt unserer Planung standen die Entwicklung einer wirtschaftlichen und CO₂-reduzierten Tragkonstruktion, die konstruktive Einbindung der Verbindungsbrücke sowie die Umsetzung der hohen energetischen und bauphysikalischen Anforderungen eines klimafreundlichen Neubaus.
Das Projekt zeigt, wie sich anspruchsvolle Tragwerksplanung, nachhaltige Gebäudekonzepte und moderne Bildungsarchitektur miteinander verbinden lassen.
Wir freuen uns, mit unserer Ingenieurplanung einen Beitrag zur Weiterentwicklung des Amplonius-Gymnasiums und zur Schaffung zukunftsfähiger Lernräume zu leisten.



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